Tucson, Arizona Donnerstag, 9. November 1972

 

In der Halle war  das  Licht  inzwischen erloschen und  die  Band  spielte die gewaltig  anmutenden Klänge des  "2001" Themas. Neuntausendsiebenhundert Fans waren  zum Zerbersten gespannt.  Als  das  "2001" schließlich in die Opening -Melodie  überging,   durchzog  ein Schrei  aus  tausenden  von Kehlen die  Halle. Und mitten in diesem Geschrei  tauchte Elvis auf  der Bühne auf! Erst jetzt,   auf  der  hellen Bühne, erkannte man, dass er zu seinem weißen Anzug  auch ein Cape  trug,   das außen ebenfalls weiß, auf der Innenseite jedoch tiefschwarz war.  Ein optisch  toll wirkender Kontrast. Er schlenderte  souverän über  die Bühne, bis er schließlich  Charlie Hodge erreicht hatte. Der hängte  ihm wie immer die Gitarre um die Schultern und Sekunden später  ging es dann endlich los mit  "C.C. Rider".

 

Dieses  "C.C.   Rider" war  sein relativ neuer  Eröffnungssong.  Erst  seit  dem vergangenen Summer Engagement' in Las Vegas,  im August  und  September, war  "C.C. Rider" zum fast  regelmäßigen Eröffnungssong  auserkoren worden. Elvis  bedankte  sich für den Applaus  und  schon war  er  in  ein Fangespräch verwickelt, das er jedoch schon nach wenigen Worten  unterbrach,   um mit "I Got A Woman" die  Show fortzusetzen:   "Weeell, come  here. Nein! Werdet nicht müde  Leute!  Well  I said I  got  a woman..". Auch  durch  dieses "I Got A Woman.  Am Ende  des  Songs ging  er in das Kirchenlied "Amen" über. Er sang einige Zeilen des  schwungvollen Liedes, wurde  dann langsamer  und mit  einem "aheheh-men hmmm.  I got a woman way  cross  town  she's so good  to me  yeah,   yeah, yeah hopp", schloß  er  das Medley. ab. Während  dem letzten, lang gezogenen  "Amen",  hatte Elvis  versucht  einen besonders  tiefen Ton zu erreichen. Die Spielereien mit  den tieferen .Basstönen hatten  es. ihm ja  schon  Immer  angetan.   Erst  später  kam  Elvis  auf  die Idee J.D. Sumners Bass-Stimme  in das "Amen" einzubauen.

"Danke. Guten Abend Ladies & Gentlemen. Guten Abend. Ich möchte sagen, dass es mir  eine  Freude ist wieder hier  in Phoen..ah Tucson  zurückzusein. Ich war  vor  etwa  14 Jahren schon einmal  hier..als  ich noch  ein Baby war..Wir hoffen,   dass  sie  die  Show heute Nacht  genießen werden. Wir werden  eine Menge Songs  bringen."'til  It's Time For You To  Go". Sofort  begann Glen D. Hardin am Klavier mit  dem gefühlvollen Intro  dieses  Liedes. Elvis war hervorragend  bei Stimme.  Und  so kam nun zum ersten Mal  zu Tage,  was Elvis  bei  diesen Balladen wirklich  drauf hatte. Während  der  ersten Hälfte des Songs verteilte er  einige  seiner weißen  Schals,   was  dem Vortrag aber nicht schadete. Und mit  Kathy Westmorelands  engelsgleicher Stimme im Hintergrund, verzauberte das Lied  die Zuschauer  im Nu.

 

Ein lockeres  "Thank you"  in den Applaus hinein und  ein Zeichen  zu Glen, dem Mann am Klavier,   und  schon ging  es weiter mit  "You Don't Have  To Say You Love Me". "Danke.  Vielen Dank.  'You Gave Me A Mountain'".  Eine kurze Ansage  zu einem phänomenalen Song. Für die meisten  Fans  hier  in  Tucson war  das  Lied  eher  neu. Ein knappes:  "Whuw,  thank you  very much.  Thank you very much.  'Polk Salad Annie"  folgte. Vom, schwermütig,   dramatischen Song  zum actiongeladenen Blockbuster.  Während das dröhnende  Baß-Intro lief, stand  Elvis  einfach  regungslos  in  der  Nähe von Charlie Hodge,  wo  er  zuvor noch einen Schluck Wasser  getrunken hatte. Doch jetzt  starrte  er  beschwörend  ins Publikum,  was  sofort hysterisches Geschrei  auslöste.  Erst  als er zu singen  begann,  kam wieder Leben in seinen Körper. Ein starkes Lied  "Whuw. Thank  you.   Thank  you  very  much.   You're  a  good  audience. Thank you. Ah, lassen sie mich eine  Sekunde  hier herumlaufen,   damit  ich wieder zu Atem komme".

 

Während Elvis am Bühnenrand auf und  ab  ging  um sich  von  "Polle Salad Annie"  zu  erholen,  begann die Band  ein Instrumental  zu  spielen, um die kurze Pause  zu  überbrücken.  Elvis  schlenderte  eine  Zeit  lang  umher und ab  und  zu küsste  er  ein Mädchen am Bühnenrand  oder  warf  den  Schal ins Publikum,   den  er  gerade um den Hals hängen hatte.

"Das  ist  ein  harter Weg sich seinen Lebensunterhalt  zu verdienen", meinte er halb  im  Spaß  und  halb  im Ernst.  Mittlerweile wurde  das  Publikum unruhig.  Um die  langsam drohenden Unruhen abzuwenden,   kam Elvis zum Programm der  Show zurück:   "Ah,  o.k.!  Ich möchte  ihnen  gerne sagen, dass wir alle  Songs  bringen werden, die sie heute Nacht  hier  hören wollen. Alle 428.  Wir werden unser bestes  geben..wirklich.   Ich möchte jetzt gerne ein paar Jahre  zurück  gehen und  einige meiner  Aufnahmen  von  damals singen".

 

Das Pausen-instrumental hatte während Elvis'  Ansage  aufgehört  und inzwischen wurde  fast jeder  Satz  von Elvis vom Applaus  oder  dem Geschrei der Fans  erwidert. Elvis murmelte noch etwas  vor  sich  hin und  schon begann der  recht  ausgedehnte  Oldie-Teil  dieser  Show. Den Anfang machte "Love Me". Das Publikum rastete während diesem Song  förmlich  aus!   Dass Elvis während dem Lied  auch noch Tücher  verteilte,  milderte  die Panik  unter  den Fans sicher nicht  ab.  Ohne Ansage ging  es weiter mit  "All  Shook Up".   Die Halle stürzte  fast  ein, als das Publikum den Rock-Klassiker  erkannte und sich die Fans  tausendfach  die Kehlen wund  schrieen. Das  folgende  "Heartbreak Hotel"  unterschied  sich  in Länge  und Vortrag kaum von  der Version auf  der  "Madison  Square Garden"  LP.  Mittendrin musste Elvis  erneut  über  das Gerangel an der Bühne  lachen. Aber  sonst  ging  das Lied gut durch. Danach drehte sich Elvis zur Band um und gab die legere Anweisung: "Blue Suede". Kaum hatte Elvis sein: "Well it's a one for the money, a two for the show..", ins Mikrofon gesungen, da schrie das Publikum schon wieder auf und ertränkte einige Takte des Liedes im Lärm der Begeisterung Elvis  und  seine Band waren ein unschlagbar  aufeinander  abgestimmtes Team. Das  ist ja  bekannt.  Aber manchmal  konnte  er  die Jungs  noch richtig überrumpeln.  Mitten im Oldie-Block drehte  er  sich  plötzlich  zu ihnen um und rief:   "Vielen Dank.   'The Wonder Of You'"! Das war  eigentlich  gar nicht  im Programm dieser Tour  vorgesehen. Kurzes Erstaunen  bei  der  Band.  Doch Elvis  bestätigte:   "The Wonder Of You"! Er forderte  den Text  dazu bei  Charlie an,  während  er  am Bühnenrand mit einem Mädchen flirtete:   "Ja Liebling.   Ich werde  in  einer Minute  zu dir runter kommen und  dann   'liebe ich dich zärtlich'   ("Yesdear.  I'll  be there  in a minute and  then I'll  love  you tender")"..

 

Nach "The Wonder  Of You"  ging es weiter mit  Oldies:   "Danke, Ihr seid unerreichbar.   Danke.  Mein erster Film war   'Love Me Tender'   Ladies and Gentlemen.   Das will  ich singen". Das  übliche,   eher  ärmlich wirkende Gitarren-Intro von James Burton an der Lead-Gitarre  erklang und Elvis schlängelte sich durch das  Lied, das ihn inzwischen doch arg  zu langweilen  schien.  Er überbrückte  die Langeweile,   indem er Tücher  verteilte und  schließlich schien  er  froh, als es vorbei war.  Dann rief er  der Band  "One Night"  zu,   doch wieder einmal verhallten  seine Worte  im Geschrei  der Menge,   so dass  er  den Titel ein weiteres Mal  in Richtung Band  rief.  Gerade  bei  den Oldies  schien  es für die Band  sehr schwer  zu sein,   denn Elvis  schien die Reihenfolge dieser Titel  von  Show zu Show zu variieren. Beim folgenden Medley aus "Teddy Bear" und "Don't.Be Cruel" merkte man schon, dass Elvis inzwischen nicht alle Erfolge von damals müde war. Den nächsten Song  verpackte Elvis  ein bisschen als Besonderheit, indem er  ins  Publikum fragte:   "0.k...'Little Sister'"? Er wartete  die Antwort jedoch gar nicht  erst ab,   sondern  begann sofort zu singen.   Die Textzeile:   "Well  I  dated  your  big sister,  weeell  I took her  to  the  show..",   sang  er mit  übertrieben  zittriger  Stimme.   In der zweiten Hälfte ging  er  plötzlich  zu einem starken  "Get  Back"  über. Er sang  den Beatles-Song,   der  sich  vom Arrangement her  übrigens wirklich gut  an  "Little Sister" anschloss,  mit  sehr  viel Engagement.  Und zusammen mit James  Burton,   der  nach Elvis'   Zuruf  "Play it Burton"  ein Super-Solo hinlegte,  haute dieses Medley so  richtig  ein.  Während  dem Schlagzeug-Wirbel  am Ende  gab  es wieder  eine kurze aber  zünftige Action-Einlage. Und mit  einem energischen Tritt  und  einem aggressiven  "Yaahp"  von Elvis war  ein weiteres Highlight  im Oldie-Block abgehakt. Vor  dem nächsten Klassiker  gab  es  so  etwas wie eine   'Zeremonie'! James Burton  gab mit  seiner  Gitarre  die Tonlage  zum folgenden  Spektakel vor. Elvis  stellte  sich so  breitbeinig dazu auf  die Bühne,   dass man denken musste,   er würde jeden Augenblick stumm nach  vorne umfallen. Gott allein weiß, wie  er  trotzdem die Balance    halten konnte. "Ah, ich  brachte  diesen Song  in  der Ed  Sullivan Show,   im Jahr 1956. Und sie  filmten mich von der Hüfte an aufwärts.  Erinnert  ihr  euch daran? Und/ich muss mich so hinstellen,  wenn  ich es  singen will, denn meine Stimme war  damals  viel höher wisst  ihr.  Es würde mir die Stimmbänder zerreißen wenn  ich gerade  stehen bleiben würde wisst  ihr.   Und wenn, ich mich zu schnell  bewegen würde..wschscht..dann würde es mich  hier  auf  der Bühne  glatt  umhauen. Mich würde das  nicht  besonders  stören,  aber  es würde gleich morgen wieder  in  der Zeitung  stehen,  wisst ihr. You ain't..ha, ha, ha.  Ihr  habt  doch keine Ahnung  davon, was  ich jetzt vorhabe, wirklich. Ihr denkt  nur  ihr wüsstet es". Trotz aller Sticheleien von Elvis, war zu diesem Zeitpunkt natürlich auch dem letzten Fan klar, dass da nur "Hound Dog" kommen konnte. Das Publikum wurde ganz unruhig, so gespannt war man. Jeder wusste, dass der Vulkan da vorne auf der Bühne bald ausbrechen würde. Aber um das Publikum doch noch etwas zu verwirren, begann er plötzlich "Old Shep" zu singen! Er sang di Worte: "When I was a led and..", und schon brach Gelächter im Publikum aus.  Elvis konnte  die Anwesenden  nicht  in die  Irre führen.   Oder doch? Er  versuchte  es  ein  zweites Mal: "You ain't..raindrops keep  falling on my  head..".   Doch nach zwei,   drei  Sekunden war  alles  vorbei und Elvis  begann nun  ernsthaft mit "Hound Dog".   Zuerst  ging  es  durch zwei, drei  Strophen im Blues-Tempo.  Erst  dann befreite  er  sich aus  der gequälten Haltung, in  der  er  sich noch immer  befand,   um schließlich im gewohnten Rock Tempo  durch den letzten Teil  des Liedes  zu  stürmen. Den letzten Ton hielt  die Band heute  extrem lange,  was Elvis  zu  dem Kommentar:  "Ihr könnt  ihn wohl  die  ganze Nacht  hindurch halten", animierte.

 

Dann war  der  große Augenblick gekommen.  Mit  einem  "Thank  you.   'I'll Re-member You",   leitete  er zum Lied  des Abends  über.   Schließlich war das das Lied,   zu  dessen Ehren Elvis wenige Tage  später  die  "Aloha"  Show absolvieren würde.   Und  das musste natürlich  perfekt  sitzen.  Mit  "I'll  Remember You" war Elvis  aus  der Oldie-Ecke auch wieder  ein  bisschen  zum anspruchsvolleren Programm der  Show zurückgekehrt.  Und auf  der  Suche  nach  einem Titel, der  noch  dramatischer  als  "I'll  Remember You" war,   stieß Elvis  auf "How Great  Thou Art":   "Ich möchte  gerne..ich möchte  gerne  einen meiner Lieb-lingssongs  bringen Ladies & Gentlemen,   den wir  vor  ein paar Jahren gemacht  haben.   Dabei wirkt auch das  Stamps-Quartett mit.. 'How Great Thou Art'". Was  dann kam,   kann wirklich nur noch als   'Musik in  Perfektion' bezeichnet werden.   Der  inzwischen 37jährige Elvis hatte  eine  Stimmgewalt entwickelt, von der man  bis  zu diesem Punkt  der  Show noch  fast  gar '.nichts mitbekommen hatte.  Am Ende  des Liedes  stand  das Publikum zu 'standing ovations'   von  den  Stühlen  auf.  Und als  der Applaus  überhaupt  nicht mehr enden wollte, sang  Elvis kurzerhand  den stimmgewaltigen  letzten Refrain ein zweites Mal  als  Zugabe.  Erneut  gab es stehende Ovationen:   "Whow, vielen Dank.  Danke..sie  sind  ein sehr  gutes Publikum. Danke  Ladies & Gentlemen'. Suspicious Minds !   Elvis wirkte vom endlosen  Beifall  und  von dem monumentalen Lied überwältigt.   Fast  50 Minuten stand Elvis nun  auf  der Bühne.  Zeit  also für  eine  kleine  Pause: "Whow, danke. Ich möchte  sie..Ladies  and Gentlemen..jetzt mit  den Mitgliedern meiner Gruppe  bekannt machen".  Die Band hatte  inzwischen  ein Instrumental-Stück zur Untermalung  begonnen: "Ah zu allererst J.D.   Sumner  und  das Stamps Quartett.   Die   'Sweet  Inspirations'.  Und  das Mädchen,   das mit  so hoher Stimme singt, ist Kathy Westmoreland.  An der Lead  Gitarre  ist James Burton.  Rhythmus Gitarre  spielt John Wilkinson.   Am Schlagzeug  ist Ronnie Tutt  (Anm.: Der Tucson Star  schrieb,  Ronnie  hätte  Elvis mit  seinen Einlagen am Schlagzeug  fast die  Show gestohlen!).  Am Fender-Bass ist Jerry Scheff.  Am Piano  ist Glen Hardin.   Der  Kerl,   der mir mein Wasser  und meine  Schals  reicht  und  der Harmony  mit  mir  singt..sein  Name  ist Charlie Hodge.  Unser Dirigent  Ladies & Gentlemen..aus  dem   'International'   in Las Vegas..es  ist Mister  Joe Guercio..Joe Guercio Orchester.   Vielen Dank ! 'For The Good Times'". Das war alles an Band Vorstellung.  Kein  Solo,   keine  Einlagen..nichts! Innerhalb weniger  Augenblicke war  alles erledigt.

 

 Mit  "For The Good Times" benutzte Elvis ein  sehr aktuelles Lied,   um das letzte Viertel  der  Show einzuleiten.  Als  die Ballade zu Ende war, legte Elvis Kohle nach:   "Big Hunk",   rief er der Band kurz  zu und die begann zu spielen,  was  die Instrumente her gaben. Am Ende hörte man Elvis  schließlich ein zufriedenes  "Yeah,   thank  you very much"  ins Mikrofon hauchen. "Danke..ah..'Fever'.  Lasst uns   'Fever'  bringen". Allein die Ansage sorgte schon für Tumult im Publikum.  Das  Licht  erlosch und  ein Spotlight richtete sich auf Elvis'   Körper.  Er  brachte heute keine Texthänderungen  in den Song  ein,   so wie er  es  sonst  immer  zu tun pflegte,   sondern  er  sang  es gerade  durch. Trotzdem war  die  Stimmung  in der  Community Center  Arena auf dem Höhepunkt.   Die  9.700 Fans klatschten im Takt  von Jerry  Scheffs Bas Gitarre mit  und Elvis'   Beinbewegungen wurden,   unterstützt  von Ronnie Tutts  Schlagzeugwirbeln,   immer heftiger.  Das  Pelvis  bebte wieder  und es machte Menschen nach wie  vor verrückt. Die  geplanten  60 Minuten dieses Auftrittes waren vorbei.  Elvis musste sich jetzt  beeilen,   denn am nächsten Tag musste die Show.,   und alles was damit zusammenhing,   in El Paso  sein.  Aber  ein paar Minuten wollte  er dem dankbaren Publikum von Tucson noch schenken:   "O.k.   danke..'Can't  Stop Loving You'"! . Vor  dem Ende  schnell  noch ein Lied:   "Gut.  Lasst  uns noch mal  runter nach Louisiana  gehen",   meinte der Chef und James  Burton wusste  genau,  was sich hinter  diesen Worten verbarg.  Wie  ein Besessener spielte  er  das Intro zu "Johnny B.   Goode".  Was  für  eine Version.  Elvis sang,   als ob sein Leben vom Gelingen  dieses  Songs abhängen würde. Mittendrin peitschte er James noch  einmal  zu  einem  Solo  auf  der  Gitarre  an.   Mit  einem  "Play  it James" und  einem fordernden Blick,  verlangte er  dem Spitzengitarristen an dieser, Stelle alles ab.   Doch als der  sich gerade  zur Höchstleistung gespielt hatte, begann Elvis  zu  grinsen und mit  einem neidischen:   "Du Angeber", ernüchterte  er  den  lieben James wieder  ein bisschen. Ein stimmgewaltiges: "..yeeehr Johnny B.   Goode"  beendete das Lied  und  gleichzeitig war Elvis, nach etwa  65 Minuten, beim Schlusssong  der Show angekommen: "Huh, danke James Burton. Vielen Dank.  Ladies & Gentlemen, ich würde  gerne..ich würde gerne  die  Saallichter anschalten lassen,  um einmal auf  sie  schauen zu können  nachdem sie uns jetzt  die  ganze Zeit  gesehen haben  (Geschrei des Publikums).  Das letzte Mal. Dass wir hier  in Tucson waren, war  schon whuu . Oh,  hallo  du  Schön dich zu sehen..ha,   ha.  Da  gibt  es  einen Song aus 'Blue Hawaii',   den ich  gerne  für  sie singen möchte". Glen Hardin  begann  das  langsame  Intro  zu  "Can't  Help  Falling   In  Lore" und ein letztes Mal konnte man die  Stimme  des Kings während  dieser  Show  genießen.  Und  das während  einem weiteren Song  der um die Welt  gegangen war. Ein paar Mal noch versuchten einige verwegene Fans ihn  von  der Bühne zu ziehen.  Aber  natürlich klappte  das  nicht  Elvis wusste  inzwischen genau, auf was  er während  seinen üblichen  Verabschiedungsrunden  zu achten hatte.   Und Momente  später  rannte er  den Gang  im Bachstage-Bereich entlang zu" der Limousine,   die an der Halle auf  ihn wartete.   Für  fast  10.000 Menschen war  ein Traum vorbei.

 

 


 

 

 

 

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